Garten und Pflanzen sind meine Leidenschaft. Auf dieser Seite erscheinen ergänzend zur Homepage in unregelmäßigen Abständen aktuelle Beiträge aus meinem Garten und so manches mehr.

28. November 2008

Ein trauriger Tag


Ich muss euch eine sehr traurige Nachricht überbringen. Alles Hoffen, Bangen und Beten hat zum Schluss nicht mehr geholfen, mein kleiner, sehr geliebter Micky wartet jetzt an der Regenbogenbrücke auf mich.
Ich war gezwungen, eine der schwersten Entscheidungen meines bisherigen Lebens zu treffen. Ich bin unendlich traurig, weiß aber tief in meinem Herzen, dass sie richtig für Micky war.
Seit dem letzten Wochenende ging es ihm schlechter. Kot konnte er überhaupt nicht mehr absetzen und plötzlich machte auch die Blase Probleme. Am Montag haben wir ihn dann sofort zum Tierarzt gebracht.
Sein Darm musste künstlich entleert werden, weil dieser keinerlei Bewegung mehr zeigte. Natürlich mussten wir ihn wieder dort lassen. Für Micky muss das die Hölle gewesen sein. Er kam ja als wilder Streuner zu uns und er mochte nie fremde Menschen um sich haben, hatte immer große Angst vor ihnen. Wir waren die einzigen Menschen, zu denen er Vertrauen hatte. Wenn wir Besuch bekamen, verzog er sich lieber in den Keller bis die Luft wieder rein war. Und hier war er fremden Menschen ausgeliefert, die ihm schlimme Dinge antun mussten.
Er hockte ständig voller Angst zusammengekauert ganz hinten in der Box und versuchte sich in der Katzentoilette zu verstecken. Sein Fell war glanzlos und struppig. Wer sich mit Katzen auskennt, weiß, dass es ein schlechtes Zeichen ist, wenn sie keine Fellpflege mehr betreiben.
Ich habe gespürt, dass er sich freute, wenn ich ihn besuchte. Er hat mich tapfer "angelächelt", in dem er mich mit traurigen Augen ständig anblinzelte und wollte gestreichelt werden und schnurrte ununterbrochen. Es hat mir das Herz gebrochen, dass ich ihn nicht einfach mit nach Hause nehmen konnte!
Aber das ging beim besten Willen nicht mehr. Er litt unter starken Schmerzen und der TA sagte mir, dass es sehr schlecht um ihn steht. Seine Werte waren miserabel, gefressen hat er auch nur noch wenig. Es wäre noch möglich gewesen, Micky aufzuschneiden und den Darm zu massieren und zu hoffen, dass der dadurch wieder "anspringt" oder ein drastisches Medikament zu verabreichen, das den Darm reizt, aber mit dem großen Risiko, dass der Darm dadurch reißt.
Trotzdem hätte er bei beiden Möglichkeiten nur 5% Überlebenschancen gehabt.
Nach einer schlaflosen Nacht in der ich hin- und hergerissen war, bin ich dann schweren Herzens zu der Überzeugung gekommen, dass ich Micky diese Torturen ersparen will, dass er nicht noch mehr leiden soll. Er hätte diese Angst und Panik dort nicht mehr lange ausgehalten. Die letzten Wochen waren schon schlimm genug für ihn.
Jetzt muss er keine Schmerzen mehr aushalten, mehr kann ich jetzt nicht darüber schreiben, nur noch, dass wir ihn morgen im Garten begraben werden und zwar dort, wo er besonders gerne lag und alles beobachtete.
***********************
Ganz herzlich möchte ich mich noch mal bei euch allen bedanken. Eure lieben Kommentare haben so gut getan in dieser schweren Zeit.
Besonders berührt hat mich der liebevolle Post über Micky im Blog von Birgit. Dafür danke ich dir von ganzem Herzen, liebe Birgit.
Jetzt habe ich erfahren, dass sogar in den USA für Micky alle Daumen und Pfötchen gedrückt wurden. Karla hat in ihrem Blog Micky einen Post gewidmet. Viele liebevolle Kommentare von Katzenfreunden aus Amerika habe ich daraufhin bekommen. Ich bin überwältigt über diese Anteilnahme. Ganz herzlichen Dank euch allen. Liebe Karla und liebe Peachy auch euch danke ich von ganzem Herzen.
***********************