Garten und Pflanzen sind meine Leidenschaft. Auf dieser Seite erscheinen ergänzend zur Homepage in unregelmäßigen Abständen aktuelle Beiträge aus meinem Garten und so manches mehr.

28. September 2009

Astern und Gräser

Gestern, am vielleicht letzten sommerlichen Sonntag in diesem Jahr, besuchten wir mal wieder den Frankfurter Palmengarten. Dort begeisterte mich am meisten das Blütenfest der Astern und Gräser. Der Anblick im strahlenden Sonnenschein war grandios! Wenn man diese farbenfrohe Blütenpracht sieht, mag man kaum glauben, dass das Gartenjahr nun bald zu Ende geht. Aber dennoch läuten die hohen Herbstastern den Abschied vom Sommer ein. Auch die gewaltigen Gräserhorste dort beeindruckten mich sehr.Natürlich gab es noch viel mehr dort zu sehen, aber ich meine, die farbenfrohen Astern haben sich ihren eigenen Post redlich verdient. ;-)



Die bunten Astern

Die bunten Astern sind wie ein Regenbogen
In den nassen Garten eingezogen,
Wie Gesichter, die schon etwas frieren.
Die großen Äpfel an den Spalieren
Die hängen wie trutzige Köpfe dort;
Bald trägt sie mein Schatz in der Schürze fort.
Der Morgen ist kalt, und die Blätter sind alt;
Bald hat die Nacht ständig die Obergewalt.
Und wenn die Astern den Garten verlassen,
Wird der Winter die Menschen anfassen.
Trag Jeder seinen Garten bei Zeiten ins Haus,
Bei einem Schatz geht der Sommer nicht aus.


   Max Dauthendey 1867 - 1918

♥ ♥ ♥

Mir brachte dieser Besuch die Erkenntnis, dass ich noch Astern brauche. :-) Zu meinen niedrigen und mittelhohen Sorten, werde ich mir noch ein paar hohe Rauhblattastern kaufen. Auch Gräser sollten in keinem Garten fehlen. Leider ist mein Garten für diese stattlichen Horste ein paar Nummern zu klein, doch zum Glück, es gibt ja genug kleinere Alternativen.


smileys 

 

23. September 2009

Der Herbst hat begonnen...

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...und wer weiß, wie lange das schöne, sonnige Wetter noch anhält. Deshalb bin ich heute morgen, nachdem sich der Nebel aufgelöst hat, schnell in den Garten gegangen, um ein paar Momentaufnahmen einzufangen.


Eine Kissenaster, noch voller Tautropfen, leuchtet herrlich in der Sonne.


Zusammen mit dem sehr ausdauernd blühendem Steinquendel (Calamintha Nepeta 'Blue Cloud') bildet sie ein sehr charmantes Duo. Auch dem einjährigen Duftsteinrich geht noch nicht die Kraft zum Blühen aus.


Geliebte Fetthennen - Sedum mag ich wirklich sehr! Diese Stauden sehen einfach das ganze Jahr über gut aus und wenn sie nicht zuviel gedüngt werden, fallen sie kaum auseinander und brauchen keine Stütze. Auf dem Foto sind  Sedum "Herbstfreude" und Sedum "Matrona" zu sehen.



Ein Blick auf den Grillplatz. Die Grillsaison ist nun ja leider vorbei - schade.


Die mittelhohe, weiße Aster ist in voller Blüte eine wahre Augen- und Bienenweide.  Das nadelblättrige Mädchenauge dahinter möchte ich in meinem Garten nicht mehr missen, auch wenn gelbe Stauden nicht zu meinen Favoriten zählen. Aber diese Staude ist so unkompliziert und blüht unglaublich lange. Einfach klasse!


Mein Blick fällt auf die zwei mit Semperviven bepflanzten Milchkannen. Die kleine gehörte meiner Mutter und ich erinnere mich noch gut, dass ich als Kind darin Milch beim Bauern holte. Die größere Kanne bekam mein GG netterweise von einer Kollegin geschenkt. :-)


Die beiden Rosenhochstämme "Heidetraum" und "Neon" blühen noch einmal wie einst im Juni. Ist denn wirklich schon Herbst?

 
Ja, hier sieht man den Herbst! Diese Hosta hinter dem Bronzefenchel hat ihre Blätter schon fast eingezogen. Das passierte innerhalb weniger Tage und ich war sehr erstaunt, dass das so schnell ging.


Im Topf mit der Buchskugel säten sich ganz unbemerkt diese zwei Fleißigen Lieschen aus. Eine schöne und willkommene Überraschung.


Noch kann man die warmen Sonnenstrahlen auf der Gartenbank sitzend genießen. Einige Fuchsien musste ich schon stark zurückschneiden, weil sie Fuchsienrost hatten. Sehr schade, denn die Fuchsien starten nach der Sommerhitze noch mal durch und blühen dann oft bis zum ersten Frost.


Auch die Fuchsien, die man im Spiegel sieht, sind betroffen und mussten leider schon geschnitten werden.
Wie man sieht, hat mein Schutzengel "Agathe", den ich letztes Jahr bei Chrissi gewonnen hatte, hier seinen Platz gefunden. :-)

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Ich wünsche allen einen wundervollen, goldenen Herbst

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19. September 2009

Eine Premiere...

. ...denn was tun, wenn plötzlich zwei mit Obst gefüllte Eimer vor der Tür stehen?


Freuen und aufessen - klar, aber alles hätten wir nicht geschafft und verkommen lassen wollte ich es auch nicht. Also machte ich mich daran, zum ersten Mal in meinem Leben, aus Pfirsichen Marmelade und aus Pflaumen Mus zuzubereiten. :-)

Pflaumenmus wird vielerorts auch Lattwerge genannt. Bei uns im Ort wurde/wird es im Dialekt als "Läckmäje", was wohl eine Abwandlung davon ist, bezeichnet. Als Kind mochte ich das nicht auf meinem Brot haben. Wer weiß, vielleicht lag es ja auch an diesem seltsamen Wort?! Erst als Erwachsene fand ich Geschmack daran. :-))
Ein Superrezept für selbstgemachtes Pflaumenmus, toll bebildert und erklärt, fand ich im Blog Helgas Garten.
Das Zubereiten  im Backofen hat viele Vorteile, es brennt nichts an, man muss nicht laufend umrühren und kann deshalb in dieser Zeit etwas anderes machen und außerdem bleibt der Herd sauber.
Ich kochte das Rezept nach und kann nun guten Gewissens sagen, dass es sehr, sehr lecker ist! Wirklich empfehlenswert! Auch wenn es ziemlich zeitaufwändig war, dieses Pflaumenmus zuzubereiten, denn allein die Zeit im Backofen betrug über vier Stunden, werde ich es bestimmt wieder einmal machen.





Für die Pfirsiche suchte ich ein ganz einfaches Marmeladenrezept. Ich wollte möglichst 'Pfirsiche pur' haben und wählte schließlich dieses aus:

ZUTATEN:

1,3 kg Pfirsiche
500 g Gelierzucker 2:1
1/2 - 1 Zitrone

ZUBEREITUNG:

Pfirsiche kurz blanchieren, danach häuten und in kleine Stücke schneiden, Zitrone auspressen.
Die Früchte in einen Topf geben und mit dem Zucker und Zitronensaft mischen. Mit einem Stampfer kann man die Masse noch etwas bearbeiten. Es sollen aber noch Fruchtstücke erkennbar sein.
Dann etwa 30 Minuten ziehen lassen, danach aufkochen lassen und den dabei aufsteigenden Schaum mehrmals abschöpfen.
Wenn die Marmelade beginnt, anzudicken (nach etwa drei bis fünf Minuten), einen Geliertest durchführen. Wenn der geglückt ist, die Marmelade noch heiß in die vorbereiteten Gläser füllen, sofort verschließen und etwa 30 Minuten auf einem Küchentuch auf den Kopf stellen.
Auch die Pfirsichmarmelade schmeckt richtig lecker!



Ein paar passende Etiketten machte ich auch noch schnell am PC und druckte sie aus.
Nun habe ich einen kleinen Vorrat an Selbstgemachtem im Keller. Jetzt hoffe ich nur noch, dass die Gläser auch leer gegessen werden, denn so große Marmeladenesser sind wir eigentlich nicht in der Familie. Ein paar geschenkte Gläser haben das ganze Jahr über gereicht. Schauen wir also mal... ;-)




Mir hat das Zubereiten jedenfalls ganz viel Spaß gemacht und ich freue mich auch wahnsinnig, dass meine "Pfirsichmarmeladen-Pflaumenmus-Zubereitungs-Premiere" gut gelungen ist. :-))

Und wieder einmal hat sich das Sprichwort bewahrheitet:
"Man wird so alt wie eine Kuh und lernt immer noch dazu."smiles 


Ein schönes Wochenende für euch alle!  


16. September 2009

Finale im Rosenbeet

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Nach der Sommerhitze zeigen viele Rosen noch einmal, was in ihnen steckt. Viele Sorten stehen jetzt wieder oder immer noch in Blüte.  Auch wenn manche Stöcke nur noch vereinzelte Blüten öffnen und von Blattkrankheiten gezeichnet sind, es gibt noch einiges zu sehen im Rosenbeet.
  
Die Englische Rose 'Mary Rose' kam erst im Frühjahr aus dem Kübel ins Beet. Seit dem machte sie mir nur Freude und blühte fast den ganzen Sommer durch.

Hier freue ich mich über die 'Pomponella'. Letztes Jahr hat sie bis zum ersten Frost geblüht. Ob sie das jetzt wieder schaffen wird? Ich lasse mich gerne überraschen.

  
Erst am Anfang der zweiten Blührunde steht mein Neon-Hochstamm.

  
Auf diesem Foto sieht man noch einmal die 'Pomponella' , vorn 'Neon' und hinten der Hochstamm 'Heidetraum'. Die Fuchsie 'Kwintett' will nicht nachstehen und blüht unermüdlich schon sehr lange Zeit.
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Nur noch wenige Blüten hat jetzt 'Rose de Resht'. Sie ist aber dafür in jedem Jahr wieder bei den ersten blühenden Rosen dabei.
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Im Vorgarten blühen drei 'Fairys' um die Wette. Ich finde, der zarte Rosaton sieht klasse zum Blau der Perovskia aus.
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Gleich daneben blüht ein 'Home and Garden'-Hochstamm. Eine Rose, die mich immer wieder begeistert durch ihre schönen Blüten und ihre Blattgesundheit. Es stimmt, leider duftet sie nicht, das stört mich aber nicht.

 
Die Rose 'Pastella' passt farblich so gar nicht in diese Reihe. Gekauft habe ich sie, weil ihre Farbe pastellrosa sein soll. Davon ist sie aber weit entfernt, nur manchmal schimmert ein wenig rosa durch. Man kann die Farbe schlecht beschreiben, schlüpferrosa hat sie mal jemand genannt und das kommt auch ganz gut hin. :-)) Auf dem Foto sieht sie jedenfalls besser aus als in Wirklichkeit. Ich überlege ernsthaft, sie zu entsorgen.
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Das sieht jetzt schon richtig herbstlich aus. Aber ich hoffe doch, dass die Rosen noch eine Weile durchhalten bevor sie sich in den Winter verabschieden und das folgende Gedicht zutreffen wird. smileys  

♥ ♥ ♥
So regnet es sich langsam ein...
 
So regnet es sich langsam ein
Und immer kürzer wird der Tag und immer
Seltener der Sonnenschein.

Ich sah am Waldrand gestern ein paar Rosen stehn.
Gib mir die Hand und komm...
Wir wollen sie uns pflücken gehn.

Es werden wohl die letzten sein!
(Cäsar Otto Hugo Flaischlen)

♥ ♥ ♥
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11. September 2009

Eine schnelle Herbstdekoration...

... entstanden aus den gesammelten Naturmaterialien vom Waldspaziergang und aus dem Garten.



Mitgebracht hatte ich mir aus dem Wald ja einige Bucheckernfruchthülsen, Eicheln, Zapfen, Samenkapseln der Klette und vor allem ein Stück schön geformte Baumrinde. Um etwas mehr Farbe ins Spiel zu bringen, kamen eine Hortensienblüte und Lampionblumen aus dem Garten dazu. Auf dem Weg zur Arbeit sammelte ich dann noch schnell ein paar Kastanien.


Das alles arrangierte ich gefällig auf der Rinde und fertig war's schon! Es sieht herbstlich-farbenfroh aus, so wie ich es in dieser Jahreszeit mag. Eine schnelle Dekoration, die mir gefällt und hoffentlich auch eine Weile halten wird. Ich verzichtete dabei bewusst auf Früchte, die schnell verderben, weil ich befürchte, dass die Baumrinde nicht dicht ist und eine Folie o.ä. wollte ich nicht drunterlegen. Das Risiko, meine Möbel zu ruinieren, will ich dann doch lieber nicht eingehen. ;-)


So steht das kleine Arrangement jetzt auf dem Schuhschrank im Treppenhaus, wo es auch prima zur Geltung kommt. Auf dem Foto kann man gut die Schalenform der Rinde erkennen. Ich hatte wirklich Glück gehabt, dass ich dieses schöne Stück gefunden habe.


Eigentlich wollte ich diese Dekoration ja in der Wohnung stehen lassen, aber unser kleiner Caio war total fasziniert von den fremden Gerüchen und Formen und konnte einfach nicht die Pfoten von ihr lassen. Besonders die Kletten hatten es ihm angetan und mehrmals musste ich sie ihm wieder mühsam aus dem Fell entfernen und die gesamte Deko neu arrangieren. Deshalb bekam die Baumrinde dann ihren jetzigen Platz im Treppenhaus. Aber natürlich durfte Caio auch ein paar Kastanien und Eicheln zum Spielen behalten. Damit tobt er jetzt durch die ganze Wohnung. :-)
smileyssmileyssmileys

♥ ♥ ♥ Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende. ♥ ♥ ♥